Die Sitzungen sind systematisch aufgebaut und folgen der anatomischen Logik äußere Verspannungen zu lösen, um weiterführend tiefere und ältere Haltungs- und Bewegungsmuster zu optimieren. Jeder Mensch hat seine eigene, im Organismus verankerte Statik und Dynamik, die sich in der Körperhaltung und den Bewegungsabläufen zeigt. Die individuellen Bedürfnisse werden bei den Sitzungen berücksichtigt und ein tieferes Verständnis für den Körper wird gestärkt.

Eins, zwei und drei – die Auftaktsitzungen

In den ersten Sitzungen geht es um die Auflösung der äußeren Spannungsmuster.

Die Bearbeitung der Atmungsstrukturen wird gefördert. Schultern, Nacken, Arme und Hände fühlen sich leichter und beweglicher an.

Die Beine und Füße werden neu spürbar als stabile, lebendige Unterstützung. Eine verbesserte Funktion lässt das Gehen geschmeidiger werden und die Bewegung setzt sich erkennbar bis in die Wirbelsäule fort.

Durch die Streckung der Flanken vertieft sich die Atmung und der Schultergürtel findet eine entspannte Orientierung über dem Beckengürtel. Die Bewegungen werden insgesamt leichter und flüssiger durch die natürliche Rotationsbewegung der Brustwirbelsäule.
Die Lendenwirbelsäule gibt ohne Druck diesen fließenden Bewegungsablauf an den Beckengürtel weiter.

Vier, fünf, sechs und sieben – die Kernsitzungen

Im weiteren Verlauf der Sitzungen werden die tieferen Faszienschichten angesprochen.

Die Faszienhüllen der Skeltettmuskulatur die den Oberkörper mit dem Becken und den Beinen verbinden, wie z. B. des Mm. iliopsoas (Lendendarmbeinmuskel) werden bearbeitet, damit der Muskel wieder frei in seiner Faszienhülle gleiten kann.
Der Rumpf richtet sich auf, der Beckengürtel bewegt sich fließend und ermöglicht den Beinen einen größtmöglichen Bewegungsspielraum.

Störungsfreie Verbindungen von Kopf, Rumpf und Beinen entlasten die Wirbelsäule.
Zugleich vertieft und verfeinert sich die innere Wahrnehmung. Das Verständnis für die strukturellen Verbindungen innerhalb des eigenen Körpers fördert ein gesundes Selbstbewusstsein.

Ein harmonisches Körperbild soll durch die natürliche Aufrichtung spürbar werden.

Acht, neun und zehn – die integrativen Sitzungen

In den bisherigen Sitzungen ging es oft darum, Körperbereiche voneinander zu differenzieren, um neue Bewegungsfreiheit zwischen ihnen zu ermöglichen.

In den abschließenden Sitzungen liegt der Schwerpunkt auf der Integration. Der Fokus richtet sich auf die Durchlässigkeit von Bewegung und darauf, welche Körperstrukturen die Bewegung noch verhindern.

Ziel ist es, ein vertieftes Gespür für Verbindungen der Strukturen des eigenen Körpers zu entwickeln sowie für die Orientierung und Ausrichtung entlang der Schwerkraftlinie. Dieses Spüren ermöglicht eine verfeinerte Innen-Wahrnehmung. Es ermöglicht – auch nach Abschluss der 10er-Serie – immer wieder zu einer gelösten, aufrechten Haltung zurückzufinden.